The Breakfast Event

by Detlef Keller

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1.

about

Reviews in English:
“The Breakfast Event is a long sonic road which presents the many facets of Detlef Keller”
1 Eleven Years Later 45:52
Manikin ‎| MRCD 8006 (CD 45:52) ****
(Minimalist Berlin School)
Detlef Keller is among one of the best-kept secrets of the Berlin School scene. Faithful accomplice of Mario Schonwalder since 1996, we forget that he also has a solo career which brought him to produce 8 albums since The Story of the Clouds in 1994. It's also the man behind M.O.B.S. (Man Of Berlin School) who made the sublime Aus Dem Nichts in 2014. Album which fascinated the little universe of Berlin School because of the secret character of his designer and the quality of the music. “The Breakfast Event”, which comes after the appealing Harmonic Steps produced in 2005, is the recording of one of the rare solo performances that Detlef Keller gave within the framework of the prestigious Schallwende EM-Breakfast in Bochum on December 6th 2015. And as the said so well Detlef, the essence of the music is to bring joy!
"Eleven Years Later" is a long minimalist movement which presents all the facets of the Detlef Keller universe. The music is soft and harmonious. It follows various small stages which lead us to its conclusion 45 minutes later. A layer with the perfumes of ether and with floating sibylline harmonies sway among the resonant reverberations of juicy chords, bringing the introduction of "Eleven Years Later" in its darkest territories. Some more bright chords ring there. They try to bring out this long minimalist river of its dark torrent. And a very fine sequence dances with these chords while the ringings of carillons add a more delicate touch. The harmonious bed settles down with these crystalline chords. And the movement of the sequence freezes a hypnotic rhythmic melodic with a tint of fluty voice in its series of skips. A line of bass gets grafted. It chews the delicate rhythm with small jumps and delicate pulsations. And the rhythm skips slowly with elements which are added and forge a kind of morphic hip-hop. "Eleven Years Later" follows its minimalist curve with small ambient interludes where the time stops around the tears of a synth. Details count here and Detlef Keller adds constantly elements of rhythms and very airy solos which get entangle around a minimalist pace always gently hopping. After a more shady passage around the 19th minute point, "Eleven Years Later" adopts a more fluid tangent with a series of twinkling sequences which keenly skip, such as a thousand reflections of a sun radiating on the surface of a peaceful water. The synth spreads some sibylline layers and the movement of sequences misleads the ear with fine nuances in its rhythmic flow. Even shining with these sequences, the phase is rather in an ambient mode. Like those good cosmic Berlin School! Our blissful ears, our sense of hearing follows this brilliant phase of sequences until that some beatings structure the rhythm which now makes us roll of the neck. The synth layers are soothing and have a little of Jarre in their perfumes. The violins point out and we are in the moods of the Repelen series. And always this attractive game of the sequences which parade between our eardrums with all the charms of a magnetizing EM. And the rhythm becomes more lively after the point of 30 minutes. The violins tune their harmonies with the sequences and the cosmic ambiences, making greater the depth of "Eleven Years Later" of which the changes of skin are always made in subtleties. Yeah... A damned good piece of music which ends by this movement of sequences which titillated our hearing throughout this long title of Detlef Keller which after all has absolutely nothing to envy to Aus Dem Nichts. It's very beautiful and actually the essence of this music is to bring joy. The joy to hear something as much beautiful and so refreshing than this “The Breakfast Event”.
Sylvain Lupari (May 16th, 2016)
gutsofdarkness.com & synthsequences.blogspot.ca

Reviews in Deutsch:
Detlef Keller – The Breakfast Event
Manikin Records (2016)
(1 Stücke, 45:52 Minuten Spielzeit)

Der aus Moers stammende Detlef Keller ist der Romantiker im Elektroniktrio Broekhuis, Keller & Schönwälder (BK&S), das hat er oft genug auf seinen Soloalben bewiesen. Am 06.12.2015 trat er bei dem alljährlich stattfindenden EM-Breakfast des deutschen Elektronik-Fanclubs Schallwende in Bochum auf. Diesen Auftritt hat er mitschneiden lassen und ihn auf der EP „The Breakfast Event“ Anfang 2016 veröffentlicht.

Detlef Keller spielte am 06.12.2015 einen einstündigen Gig, von dem sich 45:52 Minuten auf der EP nun als Longtrack unter dem Titel „Eleven Years Later“ wiederfinden. Darauf hat er verschiedene Passagen zu einem einzigen Stück zusammengefasst, bei denen einiges bekannt und wiederum anderes neu klingt. Wer beim diesjährigen Repelen-Konzert gewesen ist, dem werden einige Passagen bekannt vorkommen, wurden doch Teile davon für die Konzerte genutzt.

Ob Detlef auch in Bochum seine Laserharfe zum Einsatz brachte weiß ich zwar nicht, aber der erste Teil bestand aus Parts eines Stückes, das er für einen Auftritt in Dresden komponiert hat. Bei dem Dresdner-Auftritt hatte er gut eine Stunde an der Laserharfe „performed“. Teile daraus sind auch zu Beginn von „Eleven Years Later“ zu hören. Dieses Stück war übrigens auch Teil des Konzertes in der Dorfkirche in Repelen am 12.03.2016 und trug dort den Titel „Dresden“. Eine sanfte Harmonie im Mellotron-Gewand zieht am Anfang durch den Raum. Nach gut vier Minuten ändert sich das Bild und ein Sequenzer gibt einen sanften Rhythmus vor, auf dem Detlef nun einige Melodietupfer spielt. Es entwickelt sich daraus ein herrlich verträumtes Stück mit eingängiger Melodielinie.

Im zweiten Teil des Longtracks findet sich Musik, die extra für das Bochumer Konzert entstanden ist. Grundlage ist ein Arpeggiosound, von dem Detlef fasziniert war und den er weiter ausgebaut hat. Detlef nutzte diesen Arpeggiosound auch bei der zweiten Zugabe (ohne Namen) in Repelen 2016. Nach gut 18 Minuten kommen nun Klangfarben auf, die an Vangelis erinnern. Da gibt es perlende Synthieklänge, die mich sofort an den „Bladerunner“-Soundtrack erinnern. Das hält aber nicht lange an, denn sobald der Sequenzer schneller getaktet wird, wechselt der Stil von Griechenland in Richtung Berlin. Auch in diesem Stück versteht es Detlef Keller die Melodie in den Vordergrund zu stellen.

Der letzte Teil des Stückes „Eleven Years Later“ besteht aus einer Version von „Source Of Live“, das ebenfalls als Zugabe bei BK&S-Konzerten zu hören war, zuletzt am 12.03.2016. Nun wird es sehr romantisch und verträumt. Schnell fühlt man sich in den Gefilden von Detlef’s Keller zu Hause.

Mit der EP „The Breakfast Event“ hat der Elektronikmusiker Detlef Keller eine sehr schöne EP veröffentlicht, auf der er seiner romantischen Ader freien Lauf lässt. Nach dem Durchhören bedauert man es, dass er sich nicht entschlossen hat die kompletten 60 Minuten auf CD zu bannen. Freunde seiner Musik und der von BK&S werden viel Vergnügen mit dem abwechslungsreichen Longtrack der EP haben.

Stephan Schelle, März 2016



Artist: Broekhuis, Keller & Schönwälder, Detlef Keller, Fanger & Schönwälder, Filterkaffee Broekhuis, Keller & Schönwälder, Detlef Keller, Fanger & Schönwälder, Filterkaffee: 4 EPs
Album: 4 EPs
Medium: CD/Download
Stil: Electronic/Instrumental
Label: Manikin Records
Spieldauer: EP1: 35:54/EP2: 42:16/EP3: 45:23/EP4: 45:52
Erschienen: 18.03.2016
Website: [Link]

Zeitgleich erscheinen vier EPs und geben einen schönen Querschnitt des Repertoires von Manikin Records ab. Doch was heißt schon EP? Das kürzeste Werk, allesamt veröffentlicht im Pappschuber, im gewohnten Manikin-Design, dauert knappe sechsunddreißig Minuten, das längste, Detlef Kellers „The Breakfast Event“ legt noch zehn Minuten drauf. Andernorts sagt man ‘Longplayer‘ dazu.

Beginnen wir mit dem Kürzesten, FANGER & SCHÖNWÄLDERS „Analog Overdose – The Pool Concert“, aufgenommen während eines Konzerts 2008 im Stadtbad Steglitz. Die EP besteht lediglich aus einem Track namens „Berlin Zwei“. Zu Beginn schleicht es sich still heran, dann entfalten sich ausschweifende Melodiebögen, der Sequencer setzt ein, die smoothe Trance-Party im Pool kann beginnen, psychedelische Lightshow inklusive. „Berlin Zwei“ ist ein bewegtes Stück aus der alten Schule, kennt seinen Lehrstoff und die zugrundeliegenden Muster, feiert seine Lehrmeister auf ergötzliche Art. (10 Punkte)

„The Repelen EP“ von BROEKHUIS, KELLER & SCHÖNWÄLDER, mit den Dauergästen Raughi Ebert und Thomas Kagermann, ist ein zweiundvierzigminütiger Auszug aus dem 2015er Event und macht Lust auf die alljährlich stattfindenden Konzerte in der Repelener Dorfkirche. Ebert und Kagermann brechen den elektronischen Grundklang auf, schaffen Raum für Folkloristisches. Assoziationen zu (Western-)Soundtracks sind ebenfalls nicht fern. Der Italo-/Hispanischen-Art, keine Hollywood-Eskapaden.

Die Synthesizer zwitschern, Sequencer arbeiten sacht im Hintergrund, vor fast freien, ambienten Flächen sorgen verhalten angeschlagene und gestrichene Gitarren- beziehungsweise Geigenklänge für eine traumverlorene Stimmung. Synthetische Chöre blenden sich ein und aus, die rhythmische Begleitung wird intensiver, zwischen Wehmut und Euphorie tanzen Schatten. (12 Punkte)

FILTERKAFFEEs „100“ vereint Stücke zwischen vier und siebzehn Minuten. Wieder ist Dunkelheit ein Leitthema, die sich diesmal bis in milde Technoregionen vortastet („Night Shift“). Das ist so komprimiert wie spannend, zeigt, dass elektronische Musik auch bei kurzer Laufzeit funktioniert ohne zu Synthi-Pop zu mutieren. Die Musik fließt, schwillt auf und ab, tritt höchst stimmungsvoll auf der Stelle („Bridge Over Troubled Oscillators & LFOs“), ist hypnotisch und auf dem Raumschiff Orion ein Tanzbodenfüller. Besonders für Erstklässler in der Berliner Schule gilt die höchste Empfehlungsstufe. Fortgeschrittene brauchen’s eh. (11 Punkte)

DETLEF KELLER schließlich lässt sich mit seinem „Breakfast Event“ Zeit. „Eleven Years Later“ umreißt ja auch eine satte Spanne und darf ruhig sechsundvierzig Minuten in Anspruch nehmen. Hier sind die Spannungsbögen raumgreifend, werden durchbrochen, um neu anzusetzen; zwischen Behaglichkeit und Kälte entfalten sich Miniaturen, die sich schlussendlich zu einem großen Ganzen fügen. Erinnert zuweilen an MICHAEL HOENIGS Klassiker „Departure From A Northern Wasteland“, ist so schlicht wie ausgeklügelt, eine sich vorantastende, atmosphärische Reisebeschreibung, die zurück an den heimischen Frühstückstisch führt. Zum Ende mit viel Schwung und auf ergreifende Weise hochromantisch. (11 Punkte)

FAZIT: Ein lohnendes Quartett, das als Einstieg in die elektronische Musik in der Folge von KLAUS SCHULZE, TANGERINE DREAM und darüber hinaus taugt und sich sogar als Querschnitt verdammt gut macht. Auch klanglich gibt es, gerade bei den Live-Aufnahmen (Publikumsreaktionen wurden allerdings ausgeblendet), nichts zu mäkeln.

Erhältlich sind die EPs via MANIKIN RECORDS
Jochen König (www.musikreviews.de)

credits

released March 11, 2016

Composed, arranged and performed by Detlef Keller.
Recorded during one of my rare solo concerts on December 6th, 2015 at Schallwende EM-Breakfast in Bochum. Thanks for the opportunity to be and perform there.
Special thanks to my best friends Mario, Bas and Frank and, of course, Andrea and Leonie.
Mastering by Frank Rothe.
Cover Photo by Klaus Sommerfeld.
Cover Design by Stephan Knull.

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Manikin Records Berlin, Germany

Elektronische Tonsignale aus Berlin.

Manikin Records, founded by Mario Schönwälder 1992 in Berlin, Germany.
Featuring the music from Broekhuis, Keller & Schönwälder, Fanger & Schönwälder, Filter-Kaffee and solo projects.
Our music ranges from "Berlin School" to fresh modern electronic sounds.
We love to produce CDs with outstanding music, fine packings and selected art works.

www.manikin.de
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