Analog Overdose - The Pool Concert

by Fanger & Schönwälder

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1.
35:54

about

On their DVD "Analog Overdose - The Roadmovie" was the first part of their Berlin concert on 08.08.2008 released. On this EP you can hear the second part of the concert.

Rezensionen:
“In all simplicity, The Pool Concert proposes a quiet minimalist structure of which the delicate beat will haunt your sense of Groove”
1 Berlin Zwei 35:54
Manikin ‎| MRCD 8008 (EP 35:54) ***
(Minimalist New Berlin School with a zest of electronica)
Harmonious electronic chirpings sparkle in a tumult which arises from bass tones and from cosmic elements where the sounds change of forms and of colors. These sounds crumble the seconds of the "Berlin Zwei" introduction and are caught up by sleepy layers which float such as caresses of ether. Shadows of synth are zigzaging like spectral laments over this fauna of tones spiced of organic flavors, amplifying an ambient crescendo which dissipates when the first measures of rhythm of "Berlin Zwei" spread a minimalist pattern where a line of sequences lies down a mid-tempo which hiccups like an intergalactic cha-cha to which one would have removed some measures. Recorded in Stadtbad Steglitz in August, 2008 in Berlin, “The Pool Concert” is the 2nd part of Berlin, this long title of 50 minutes which nested on the Analog Overdose-The Road Movie DVD released in 2012. Here the rhythm is more nuanced and less edgy. A little less livened up I would say but always so harmoniously hypnotic.
The first 30 minutes which follow this introduction of cosmic atmospheres dive into a delicate rhythm of which the jumps in series is of use as basis to the addition of pretty good elements of percussions, as well as effects of percussions which adorn the tranquility of this rhythm which makes dance our neurons while leaving a full latitude to the beatitude. The synth frees good effects but also charming and very ethereal solos which roll in loops and sometimes take the forms of guitar tones, fooling an ear which wonders if Lutz Graf-Ulbrich is as present as his shade which glides over the harmonies of "Berlin Zwei". There is not much to say about “The Pool Concert” because nothing is really happening here. The music is always beautiful in its repetitive envelope. And Fanger & Schonwalder shows magic by injecting a mass of dissimilar tones and nuances to the level of the harmonies which adorn the 36 minutes of “The Pool Concert”. And in the end, one wonders if it's really the end which strikes at the door or emptiness so much that "Berlin Zwei" flows with all the musical sweetness that the German duet accustomed to us since the first Analog Overdose in 2001. This maybe not a major work but it joins faithfully the register of Fanger & Schönwälder.
Sylvain Lupari (June 6th, 2016)
gutsofdarkness.com & synthsequences.blogspot.ca

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Artist: Broekhuis, Keller & Schönwälder, Detlef Keller, Fanger & Schönwälder, Filterkaffee Broekhuis, Keller & Schönwälder, Detlef Keller, Fanger & Schönwälder, Filterkaffee: 4 EPs
Album: 4 EPs
Medium: CD/Download
Stil: Electronic/Instrumental
Label: Manikin Records
Spieldauer: EP1: 35:54/EP2: 42:16/EP3: 45:23/EP4: 45:52
Erschienen: 18.03.2016

Zeitgleich erscheinen vier EPs und geben einen schönen Querschnitt des Repertoires von Manikin Records ab. Doch was heißt schon EP? Das kürzeste Werk, allesamt veröffentlicht im Pappschuber, im gewohnten Manikin-Design, dauert knappe sechsunddreißig Minuten, das längste, Detlef Kellers „The Breakfast Event“ legt noch zehn Minuten drauf. Andernorts sagt man ‘Longplayer‘ dazu.

Beginnen wir mit dem Kürzesten, FANGER & SCHÖNWÄLDERS „Analog Overdose – The Pool Concert“, aufgenommen während eines Konzerts 2008 im Stadtbad Steglitz. Die EP besteht lediglich aus einem Track namens „Berlin Zwei“. Zu Beginn schleicht es sich still heran, dann entfalten sich ausschweifende Melodiebögen, der Sequencer setzt ein, die smoothe Trance-Party im Pool kann beginnen, psychedelische Lightshow inklusive. „Berlin Zwei“ ist ein bewegtes Stück aus der alten Schule, kennt seinen Lehrstoff und die zugrundeliegenden Muster, feiert seine Lehrmeister auf ergötzliche Art. (10 Punkte)

„The Repelen EP“ von BROEKHUIS, KELLER & SCHÖNWÄLDER, mit den Dauergästen Raughi Ebert und Thomas Kagermann, ist ein zweiundvierzigminütiger Auszug aus dem 2015er Event und macht Lust auf die alljährlich stattfindenden Konzerte in der Repelener Dorfkirche. Ebert und Kagermann brechen den elektronischen Grundklang auf, schaffen Raum für Folkloristisches. Assoziationen zu (Western-)Soundtracks sind ebenfalls nicht fern. Der Italo-/Hispanischen-Art, keine Hollywood-Eskapaden.

Die Synthesizer zwitschern, Sequencer arbeiten sacht im Hintergrund, vor fast freien, ambienten Flächen sorgen verhalten angeschlagene und gestrichene Gitarren- beziehungsweise Geigenklänge für eine traumverlorene Stimmung. Synthetische Chöre blenden sich ein und aus, die rhythmische Begleitung wird intensiver, zwischen Wehmut und Euphorie tanzen Schatten. (12 Punkte)

FILTERKAFFEEs „100“ vereint Stücke zwischen vier und siebzehn Minuten. Wieder ist Dunkelheit ein Leitthema, die sich diesmal bis in milde Technoregionen vortastet („Night Shift“). Das ist so komprimiert wie spannend, zeigt, dass elektronische Musik auch bei kurzer Laufzeit funktioniert ohne zu Synthi-Pop zu mutieren. Die Musik fließt, schwillt auf und ab, tritt höchst stimmungsvoll auf der Stelle („Bridge Over Troubled Oscillators & LFOs“), ist hypnotisch und auf dem Raumschiff Orion ein Tanzbodenfüller. Besonders für Erstklässler in der Berliner Schule gilt die höchste Empfehlungsstufe. Fortgeschrittene brauchen’s eh. (11 Punkte)

DETLEF KELLER schließlich lässt sich mit seinem „Breakfast Event“ Zeit. „Eleven Years Later“ umreißt ja auch eine satte Spanne und darf ruhig sechsundvierzig Minuten in Anspruch nehmen. Hier sind die Spannungsbögen raumgreifend, werden durchbrochen, um neu anzusetzen; zwischen Behaglichkeit und Kälte entfalten sich Miniaturen, die sich schlussendlich zu einem großen Ganzen fügen. Erinnert zuweilen an MICHAEL HOENIGS Klassiker „Departure From A Northern Wasteland“, ist so schlicht wie ausgeklügelt, eine sich vorantastende, atmosphärische Reisebeschreibung, die zurück an den heimischen Frühstückstisch führt. Zum Ende mit viel Schwung und auf ergreifende Weise hochromantisch. (11 Punkte)

FAZIT: Ein lohnendes Quartett, das als Einstieg in die elektronische Musik in der Folge von KLAUS SCHULZE, TANGERINE DREAM und darüber hinaus taugt und sich sogar als Querschnitt verdammt gut macht. Auch klanglich gibt es, gerade bei den Live-Aufnahmen (Publikumsreaktionen wurden allerdings ausgeblendet), nichts zu mäkeln.

Erhältlich sind die EPs via MANIKIN RECORDS
Jochen König (www.musikreviews.de)

credits

released April 16, 2016

Recorded during a concert on 08.08.08 at Stadtbad Steglitz in Berlin.
Visual and organic media art at Stadtbad Steglitz by Tine Zimmermann (www.tinaz.net).
Mastering by Frank Rothe.
Coverphoto by Angela Rothe.
Coverdesign by Stephan Knull.

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Fanger & Schönwälder – Analog Overdose – The Pool Concert
Manikin Records (2016)
(1 Stück, 35:54 Minuten Spielzeit)

Thomas Fanger und Mario Schönwälder dokumentieren ihre Kollaboration seit 2001 in der Reihe „Analog Overdose“. Mit der EP „Analog Overdose - The Pool Concert“ erscheint die mittlerweile elfte CD der beiden Musiker. Geboten wird ein 36minütiger Track, der beim gemeinsamen Konzert am 08.08.2008 im Stadtbad Steglitz, Berlin mitgeschnitten wurde.






Von diesem Konzert gab es schon einen Mitschnitt, der auf der DVD „Analog Overdose - The Road Movie“ enthalten ist. Auf DVD wurden 51 Minuten des Konzertes platziert, der zweite Teil erscheint nun als CD.

Das Stadtbad im Berliner Ortsteil Steglitz ist ein Naturdenkmal das seit Jahren nicht mehr dem Schwimmbetrieb zur Verfügung steht. In ihm wurden allerdings immer wieder Konzerte veranstaltet, bei denen die Künstler und die Besucher im trocken gelegten Schwimmbecken verweilten. Im Jahr 2014 wurde das Bad allerdings still gelegt.

Sanfte Klangkaskaden eröffnen den Longtrack „Berlin Zwei“. Langsam steigt die Dynamik und durch die flirrenden Synthies drängt sich eine Harmonie. Damit umhüllen Fanger & Schönwälder den Hörer mit einem magischen Mantel aus synthetischen Sounds. Nach etwa vier Minuten kommen weitere wunderbare, weite Flächen hinzu und so langsam entwickelt sich ein Rhythmus im Untergrund, der zunächst noch sehr zaghaft angedeutet wird.

Ab Minute Sechs geht es dann aber rhythmischer zu, denn nun lässt Thomas Fanger seine pulsierenden Klangfolgen auf den Hörer los. Man fühlt sich gedanklich in einen Zug versetzt, der über Bahnschwellen hinweg fährt.

Weitere Percussionrhythmen werden eingebaut und die Harmonielinien vernebeln langsam die Sinne. Das ist die typische, hypnotische Musik der beiden Elektronikmusiker, die schnell gefangen nimmt. Immer neue Elemente und Rhythmen kommen hinzu, bis sich dann ab Minute 25 der Sound langsam entschleunigt und ambient in den letzten zehn Minuten ausklingt.

Wer Fanger & Schönwälder mag, der kann hier wieder bedenkenlos zugreifen. All diejenigen, die bisher keine Berührungspunkte mit dem Duo hatten, aber auf hypnotische Elektroniksounds stehen, sollten unbedingt antesten.

Stephan Schelle, April 2016

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Manikin Records Berlin, Germany

Elektronische Tonsignale aus Berlin.

Manikin Records, founded by Mario Schönwälder 1992 in Berlin, Germany.
Featuring the music from Broekhuis, Keller & Schönwälder, Fanger & Schönwälder, Filter-Kaffee and solo projects.
Our music ranges from "Berlin School" to fresh modern electronic sounds.
We love to produce CDs with outstanding music, fine packings and selected art works.

www.manikin.de
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